Donnerstag, 19. Januar 2017

Abschied Südafrika


Die letzte Woche hier in Südafrika ging mal wieder wie im Flug vorbei. Ich war noch einige male im Volti und wir haben viel an der Kür und dem Einlauf gearbeitet. Das Team hat sich ganz schön gemacht über die Ferien und langsam aber sicher sieht das alles sehr professionell aus.





Mit den kleinen haben wir viel am Einzel gearbeitet. Pflicht und Kür. Vor allem meine kleinen Gastschwestern haben es nochmal richtig genossen bei mir Training zu haben bevor ich dann endgültig gehe.




Egal ob Team oder Einzel, mir werden diese Kids alle ziemlich fehlen, denn nach einer so langen Zeit wächst man richtig zusammen und wird zu einer großen Voltifamilie. Aber die Chancen auf die Junior WM sehen gut aus. Wenn alles klappt werde ich zumindest das Team Ende Juni in Deutschland sehen. Kann es jetzt schon kaum erwarten sie alle wieder bei mir zu haben. Zum Abschied habe ich von ihnen einen Voltikalender bekommen auf dem jeder etwas geschrieben hat und einen sehr süßen Brief habe ich auch bekommen.

Meine Freizeit habe ich viel mit Mel verbracht. Sie ist eins der Mädels aus dem Team. Seit meinem letzten Besuch hier sind wir richtig zusammen gewachsen und sie ist für mich wie eine jüngere Schwester. Wir haben mal bei uns den Abend verbracht, mal hat ihre Mutter mich abgeholt und wir haben bei ihr abends gegessen, wir waren zusammen in Bounce... Ein Glück wird sie sich im Einzel definitiv für die WM qualifizieren, so müssen wir beide nur die 6 Monate ohne einander überstehen.

Ja, wie ihr seht, ich habe hier in Südafrika einen richtigen Freundeskreis und auch meine Familien, dazu ist das Land von seiner Natur und den Menschen einfach ein Traum. Auch wenn ich mich auf Thailand freue und meine Vivi dort sehen werde, fällt der Abschied hier verdammt schwer.

Am 1. August bin ich damals hier gelandet und meine Gastmutti hat mich am Flughafen abgeholt. Seitdem war ich bis auf die 5 Wochen Namibia hier im Land und durfte so viele tolle Momente erleben und so viele Menschen kann ich jetzt zu meinen engsten Freunden zählen. Meine Famiie hier wird für immer meine 2. Familie bleiben und ich bin ihnen so dankbar, dass sie mir eine so tolle Zeit hier ermöglicht haben.

Gestern Abend stand dann schon mal der 1. Große Abschied an: zusammen mit den Blaauws und einigen Freunden war ich mit meiner Familie in meinem Lieblingsrestaurant essen. Es war wirklich jeder da, der zu meinem südafrikanischen Leben dazu gehört. Michelle hatte sogar organisiert dass Mel nochmal vorbei kommt (auch wenn wir uns eigentlich schon am Abend zuvor verabschiedet hatten). Sie war mit Abstand der wichtigste Gast auf meinem Abschiedsabend. Habe mich echt riesig gefreut dass sie nochmal gekommen ist.






Wir hatten einen tollen Abend zusammen und ich konnte gar nicht glauben, dass all diese Menschen nur gekommen sind um ihrem "German" ( wie sie alle immer so schön sagen),  goodbye zu sagen

Dienstag, 17. Januar 2017

Krüger Park Runde 2


Nach nur 3 Nächsten zurück in der Gastfamilie haben Alex und ich meine letzte Chance für den Krüger Park genutzt, denn schon am Donnerstag geht es nach Asien.
Früh morgens um 5 Uhr ging es also los, diesmal sind wir durch ein Gate im Süden gefahren und haben die erste Nacht im Camp im Park verbracht. Dort habe ich mir auch einen lang ersehnten Traum von einer Nachtsafari erfüllt. Es war ein ziemlich tolles Gefühl im dunklen durch den Park zu fahren und dabei nie zu wissen was einen hinter der nächsten Ecke erwartet. So haben wir zum Beispiel zwei große Nashörner überrascht, die direkt neben dem Weg standen.
Außerdem haben wir Büffel und viele Eulen gesehen. Bilder sind leid nicht so viele entstanden...


Nach nur 4 h Schlaf ging es am nächsten morgen um 3.45 Uhr auf eine Morgensafari, wenn der Busch gerade erst aufwacht ist es die beste Zeit des Tages um die Tiere zu beobachten.
So haben wir eine ganze Hyänenfamilie mitten auf der Straße angetroffen. Und die kleinen süßen Babys haben uns mit ihren Knopfaugen angeschaut und ganz frech versucht unseren Reifen zu essen ;-)




Außerdem gab es viele Giraffen, Elefanten und kleinere Tiere wie das Bushbaby, Schakale und Eulen. Trotz dem frühen Aufstehen war es eine super Erfahrung.



Gleich nach der Morgen Safari haben wir uns in unser eigenes Auto gesetzt und sind die ganze Strecke zur Mitte des Parks gefahren, da wir abends aus dem Orpen Gate raus mussten, da wir die nächsten Tage in dem camp verbracht haben, in dem ich letztes Mal schon war.

Der Tag war sehr ruhig, viele Tiere hatten wir nicht gesehen, doch kurz bevor wir uns auf dem Weg zum Gate machen wollten, sahen wir 3 Autos recht schnell in eine unscheinbare Seitenstraße fahren, dachten uns, da gibt es vielleicht was zu sehen und sind mal gefolgt. Und was saß da???? Ein gigantischer Leopard im Baum! Das war eine tolle Überraschung an unserem eher ruhigen Tag. Wir haben ihn bestimmt eine halbe Stunde beobachtet, da ganz in der Nähe eine Impala Herde war und er mehrere Male den Ansatz gemacht hat vom Baum zu springen und sich sein Abendessen beim Takeaway mitzunehmen. Leider hat er den Plan nicht ausgeführt. Um nicht zu spät zu sein, mussten wir dann leider gehen... hätte dort noch ewig sitzen können. Vor lauter Faszination habe ich sogar vergessen ein Foto zu machen.

Im Camp haben ich dann unseren alten Guide Goodman und den lustigen Koch wieder getroffen und wir hatten einen tollen Abend am Feuer.
Den ganzen nächsten Tag hat Goodman uns dann herum gefahren und das Highlight des Tages war definitiv eine Gruppe von Löwen die direkt neben der Straße im Busch mit ihren vollen Bäuchen geschlafen haben. Auch im Flussbett lagen noch zwei, die sogar erst 7-8 Monate alt waren. Sehr süß.








Nach einer weitern Nacht im Camp sind wir am nächsten morgen um 6 Uhr aufgebrochen denn 6 h Autofahrt nach Johannesburg standen auf dem Plan. Das gehört leider auch dazu...
Seit einer Woche bin ich jetzt zurück in meiner eigentlichen Gastfamilie und gehe regelmäßig ins Volti. Das Team hat sich über die Ferien ganz schön gemacht und ich bin echt stolz auf sie. Vor allem habe ich super viel Spaß mit Mel. Am Wochenende waren wir zusammen in Bounce, dem riesigen Trampolinpark und danach gab es bei uns zu Hause Natchos und leckeren Nachtisch. Alles was zu einem Samstag mit Freunden gehört.


Samstag, 14. Januar 2017

Krüger Nationalpark


Unsere letzte Station auf der Reise einmal durch Südafrika war der Krüger Nationalpark, ein Muss jeder Südafrika Reise.
Früh morgens um 5 Uhr wurden wir in unserem Hostel in Joburg abgeholt und es ging auf eine 6 stündige Fahrt. Mit uns waren noch ein Schweizer und zwei Holländerinnen auf Safari. Ziemlich cool eine Gruppe von nur 5 Leuten.
Auf dem Weg haben wir einen Stop beim Moholoholo Wildlife Center gemacht und haben dort eine Führung bekommen. Sie nehmen dort vor allem Tiere auf die durch Metallschlingen und Fußfallen verletzt wurden. War sehr interessant zu sehen. Viola durfte sogar einen Geier auf ihrem Arm landen lassen.


Am Nachmittag sind wir dann in unserem Camp angekommen was nur 15 km vor dem Orpen Gate des Parks liegt. Haben uns erstmal gemütlich eingerichtet und dann zusammen ein Braai gemacht uns gegenseitig vorgestellt und unsere Erwartungen für die nächsten Tage unserem Guide mitgeteilt.


Gemütlich saßen wir dann am Lagerfeuer und haben auf 24 Uhr gewartet, denn es war ja schließlich Silvester. Einen kleinen Zwischenfall hatten wir dann um 23.40 Uhr: ich wurde von einem Skorpion in den Zeh gebissen. Das tat höllisch weh. War aber nur ein brauner und kein Schwarzer, deshalb bestand keine Gefahr, sondern nur Schmerzen.
Um 24 Uhr haben wir dann alle typisch südafrikanisch mit einem Savanna angestoßen, uns ein Happy New Year gewünscht, in den Sternenhimmel über uns geblickt und uns daran erfreut, dass wir das neue Jahr an so einem tollen Ort beginnen dürfen.
Um 4.30 mussten wir dann schon wieder raus aus dem Bett, haben ein kleines Frühstück genossen und um 5.30 Uhr waren wir dann schon am Gate um in den Park zu fahren.
Wir waren keine 5 Minuten im Park, da haben wir vor uns eine große Ansammlung an Autos gesehen und sind natürlich gleich hin gefahren um zu sehen was es dort zu sehen gibt.

Ich konnte meinen Augen nicht trauen: da saß doch tatsächlich ein Leopard im Baum und hat sich von seiner Neujahrsparty ausgeschlafen. So ein tolles und hübsches Tier! Wer schon mal auf Safari war weiß, wie selten es ist einen Leopard zu sehen, denn diese Tiere haben eine so gute Tarnung und es gibt nicht mehr so viele von ihnen. Besser hätte das neue Jahr definitiv nicht starten können.



Den restlichen Tag haben wir dann nach allem anderen Ausschau gehalten. Wir haben auch einiges gesehen:
Giraffen, viele Elefanten, Nashörner, Gnus, Kudus, Steernbock...






Unser Gudie Goodman war ständig im Kontakt mit den anderen Guides. So bekamen wir die Infos wo wir zwei Löwen und Hyänen sehen können. Kurzerhand wurde die Mittagspause verlegt und stadtdessen Löwen geschaut. Wer mich kennt weiß, dass es neben Hunden meine absoluten Lieblingstiere sind.


Keine 2 km weiter konnten wir dann eine ganze Hyänenfamilie neben der Straße beobachten. Sie hatten sogar Babys. Hyänen zu sehen ist auch eher selten und nach meinem Nabimia Aufenthalt wo wir so viel an ihnen erforscht haben, habe ich sie erst recht lieben gelernt. Sind sehr lustige Tiere und es gibt nichts süßeres als ein fluffiges Hyänenbaby was einen mit großen schwarzen Augen anschaut.

 
Gegen 17 Uhr haben wir dann nach einem langen Tag den Park verlassen und im Camp Abend gegessen und am Lagerfeuer gesessen.
Am nächsten Morgen ging es wieder um 5.30 Uhr in den Park. Auch der zweite Tag war sehr erfolgreich und fing mit einer Gruppe von 6 Löwen an. man konnte sie zwar nur mit dem Fernglas beobachten, war aber trotzdem ein Highlight!
Unsere Gruppe mit der wir unterwegs waren, war auch echt toll. Wir haben uns so gut verstanden und es gab immer was zu lachen. Unser Guide hatte auch mega Spaß mit uns und hat gesagt, obwohl wir die 1. Gruppe das Jahres sind, wird es sehr schwer uns zu toppen. Sowohl menschlich, als auch an Glück was wir sehen durften.


Den letzten Abend sind wir in dem Reserve in dem das Camp liegt noch zum Damm gefahren wo wir eine Bar aufgebaut haben und den Sonnenuntergang angeschaut haben. Neben uns im Wasser haben 6 Nielpferde gespielt und über uns waren Billionen von Sternen.




Es war ein richtig schöner Abend zusammen mit der Gruppe. Haben natürlich noch tolle Fotos gemacht und sind dann im dunkeln mit einer großen Lampe zurück gefahren und haben nach nachtaktiven Tieren geschaut. War einfach eine unbeschreibliche Stimmung.


Den letzten Abend haben wir natürlich nochmal am Lagerfeuer verbracht und zusammen auf die letzten Tage zurück geschaut. Die Natur ist und bleibt einfach mein Wohlfühlort auf dieser Welt. Deshalb habe ich auch schon meine Rückkehr geplant, denn am 19.1. verlasse ich Afrika, da blieb nicht mehr viel Zeit, aber es hat geklappt, so viel kann ich schon mal verraten.
Auf dem Rückweg haben wir dann noch beim Blyde River Canyon gehalten und durften dort eine Stunde verbringen. Es ist der drittgrößte Canyon der Welt. Autemberaubender Blick von dort oben in den Canyon.





Nach 5 weiteren Stunden fahrt sind wir dann total müde in Joburg angekommen. 5 Nächte so gut wie kein Schlaf, dass musste erstmal aufgeholt werden. Wurde dann von meiner Gastfamilie abgeholt und habe mich so gefreut wieder zurück zu sein. Die Kids haben sich genau so gefreut und es war irgendwie wie nach Hause kommen.