Safari Time
guten morgen ihr alle, dies wird sicher ein sehr langer Blog, also nehmt euch eine Tasse Kaffee und macht es euch gemütlich, dann nehme ich euch mit auf meine gestrige Safari zum Pilansberg Game Reserve.Gestern den 12.9. sollte es also nach mehr als 3 Jahren endlich soweit sein. Eine Safari stand an und ich muss sagen ich war sehr sehr excited bevor es los ging. Es war zwar diesmal nicht Namibia aber Südafrika, da waren standen die Chancen auf Tiere mindestens genau so gut. Am Abend zuvor hat der Opa hier mich mit super Ferngläsern ausgestattet und dann ging es früh ins Bett denn der Wecker klingelte schon um 4.15 Uhr !!! Doch da ich so aufgeregt war, hat mir das überhaupt nichts ausgemacht. Ich bin schnell aus dem Bett in ein paar gemütliche Klamotten gehüpft und hab uns noch eine Tasse Tee to go gemacht und dann saßen wir auch schon im Auto. Südafrika schlief zu der Zeit noch und es war stock dunkel. Nach 2 h Fahrt sind Janine ( meine Gastmutter) und ich dann am Pilansberg Game Reserve angekommen und wir waren eines der ersten Autos die an dem Morgen in den Park gefahren sind. Also gute Chancen die Tiere für uns zu haben.
Es dauerte auch keine 5 Minuten da standen wir vor einem riesen grauen Dickhäuter der genüsslich auf der Straße sein Frühstück aß.
| hier kann man glaub ganz gut sehen wie nah wir ihm waren |
Wer schon mal auf Safari war, weiß, dass Elefanten mit Vorsicht zu genießen sind und vor allem wenn wie direkt vor einem stehen. Also haben wir leise versucht keine Aufmerksamkeit auf uns zu ziehen und einfach nur den Anblick genossen.
Weiter ging es dann keine 50 Meter und wir sahen 3 wunderhübsche Giraffen die am Wegesrand entlang spazierten. Diese Riesen sind einfach gigantisch anzuschauen.
Auf dem Weg zu unserem Frühstücksplatz, haben wir etliche Gnus, Impalas und Zebras gesehen. Nach den ersten zwei Stunden fahren haben wir dann unser Frühstück an einem Wasserloch genossen. Es gab leckeres Croissant mit Rührei und Bacon!!! Dazu frischen Orangensaft und eine Portion wilder Tiere fürs Auge. So lässt sich ein Montag morgen doch gut aushalten.
Gut gestärkt und mit Snacks und Getränken ausgestattet haben wir uns auf die längste Strecke (10.30-17.20 Uhr) unserer Safari gemacht. Da an dem Restaurant ein Computer stand wo eingezeichnet war, wo welche Tiere gestern gesehen wurden, machten wir uns zuerst auf den weg in die Region wo die meisten Löwen gesichtet wurden. Wer mich kennt weiß, das Löwen mit Abstand meine Lieblingstiere sind und ich jedesmal wenn ich sie in freier Wildbahn sehe, der glücklichste Mensch auf Erden bin. Doch wie das so ist wenn man etwas sucht, findet man nur andere Dinge. in unserem Fall: Springböcke, Zebras, Nashörner, Gnus, Kudus, Giraffen , Pumbas, Hippos und Elefanten. Natürlich war das auch ein mega Erlebnis und hat mal wieder gezeigt, wie viele wunderschöne Tiere Afrika doch zu bieten hat.
Die meisten Leute machen um die Mittagszeit eine Pause und fahren erst gegen Nachmittag weiter, wenn die Tiere wieder aktiv werden. Wir hatten allerdings nur den einen Tag, weshalb wir die ganze Zeit durchgefahren sind. Diese Entscheidung war das größte Geschenk was wir uns selbst machen konnten. Ziemlich wenige Autos sind uns in den 3 h am Mittag begegnet, als wir so unsere Runden gedreht haben. Ich sah einen riesigen dunkelgraue Elefanten einen Hang hoch laufen und ich muss sagen, wir waren mehr als 400 Meter von ihm entfernt und er sah trotzdem noch riesig aus. Wir haben uns dann entschlossen einen eher kleinen Weg abseits von dem Hauptweg zu nehmen. Während wir so gemütlich durch die Gegend gefahren sind meinte ich so aus Spaß, wir fahren glaub gerade den Berg von der andren Seite hoch, den der Riesen Elefant vor 45 min hoch gelaufen ist. Ich hatte es noch nicht ausgesprochen, als wir über die Kuppe des Berges fahren und wir direkt vor dem fetten, großen, dunklen Elefanten standen, der uns ganz verwirrt angeschaut hat und sich wohl gefragt hat, wo wir jetzt her kommen! Leider habe ich vor lauter Schreck vergessen ein Foto zu machen...
Weiter ging es auf dieser schönen Bergstraße ein bisschen runter ins Tal. Außer uns war weit und breit kein Auto zu sehen. Ich übernahm die linke Seite und Janine die rechte. Wir waren auf der Hälfte des Weges ins Tal als Janine plötzlich eine Vollbremsung hinlegte. Ich war total überrascht, denn auf meiner Seite war nichts zu sehen. Auf die Frage was es bei ihr gab kam nur ein: Cheetah! I think i saw a cheetah!!! Ihr wisst wahrscheinlich genau so gut wie ich, das einen Geparden oder Leoparden auf Safari zu sehen sowas ist wie ein 6 er im Lotto, da sie sehr scheu sind und meistens im hohen Gras leben.
Und tatsächlich, mit dem Fernglas konnte ich es bestätigen, es ist ein Gepard. Ca. 150 Meter entfernt unter einem Baum liegt er und entspannt sich in der Mittagshitze. Und hätte er nicht für 20 Sekunden seinen Kopf gehoben während wir vorbei gefahren sind, hätten wir ihn nicht gesehen. Innerlich haben wir uns gefreut und sind auf und ab gesprungen, in echt saßen wir wie angewurzelt, schweigen mit unseren Ferngläsern im Auto und haben ihn beobachtet. Ich konnte meinen Augen nicht trauen, als hinter dem Baum 3 spielende Gepardenbabys hervor kamen. Wir waren so aufgeregt, gleichzeitig fasziniert und ziemlich stolz, dass wir dieses tolle Erlebnis ganz für uns alleine hatten. Bestimmt 40 min saßen wir dort und haben sie aus der Ferne beobachtet. Wer sich jetzt fragt wo die Bilder sind, den muss ich enttäuschen. Dadurch, dass sie soweit weg waren und wir sie nur mit dem Fernglas direkt vor uns hatten sind sie auf den Fotos leider nicht zu erkennen... Aber manchmal muss man auch nicht jeden Moment teilen, der war eindeutig nur für Janine und mich bestimmt.
Total erfüllt und glücklich sind wir dann die Straße zu Ende gefahren und haben viele Impalas, Wasserböcke und ein Nashorn direkt an der Straße gesehen.
An einer Kreuzung wo ein kleiner Duiker die Straße gekreuzt hat, haben wir neben einem Auto gehalten. Das erste nach mehr als 2 h! Der ältere Herr fragte uns ob wir von dem Löwen Rudel mit der Beute gehört hätten, was direkt an einer Straße sitzt. NEIN, hatten wir nicht! Und JAAAA wir wollen wissen wo es ist. Sollte ich also doch noch meine Löwen zu Gesicht bekommen??? Mit Wegbeschreibung und Karte ausgestattet machten wir uns auf den Weg. 20 Minuten später waren wir nur noch 200 Meter entfernt und dann... kreuzte doch mal wieder ein dicker fetter Elefant unseren Weg. Also hieß es warten und sich auf eine schnelle Flucht einstellen, im Falle dass er von unserem Besuch nicht so begeistert ist. Ein Glück hat er sich langsam in Bewegung gesetzt und uns freie bahn gegeben.
Und dann waren sie auch schon da: Meine Löwen. Ein ganzes Rudel hat es sich mit voll geschlagenen Bäuchen am Wegesrand gemütlich gemacht. Und wieder blieb fast mein Herz stehen, als wir sahen, dass auch jüngere Löwen (vllt so 1 Jahr alt ) mit dabei waren. Unser Auto parkten wir keine 7 Meter neben das Rudel und konnten sie bei offenem Fenster ( ja das ist erlaubt) dirket neben uns beobachten. Ich würde sagen, das war neben dem Geparden mit den Babys seit langem der schönste Moment in meinem Leben.
Nach den ganzen atemberaubenden Momenten ging es dann erstmal gemütlich weiter, auf der eigentlichen Route die wir geplant hatten. Ein paar Giraffen links, Zebras von Rechts, viele Wasserböcke, Krokodile, Hippos und ein Elefantenbulle der sich lautstark meldete als wir ihm zu Nahe kamen. Dazu ging langsam die Sonne im Hintergrund unter und wir machten uns auf den langen Weg zum Gate denn der tag neigte sich dem Ende zu.
Geplant hatten wir ca. 45 Minuten für die Strecke. Gebraucht haben wir am Ende fast 2 h. Warum? Zuerst sahen wir noch zwei riesige Nashörner und hinter der nächsten Kurve lagen 3 wunderschöne Löwen, die wir uns natürlich auch nicht entgehen lassen wollten. Wow, ein zweites Mal Löwen, damit habe ich gar nicht gerechnet.
Nun lagen aber wirklich nur noch ca 2 km vor uns. Ich sah links im Berg eine große Herde Elefanten und einen vor uns im Feld. ich sagte, oh das wird sicher ein schönes Foto und Janine fragte, wie nah sie ran fahren soll. Ich meinte nur, auf jeden Fall näher als jetzt. Während ich damit beschäftigt war ein schönes Foto zu machen, sah sie direkt neben uns den Rest der Herde, den wir durch die Büsche nicht gesehen hatten. Also Vollbremsung, Rückwärtsgang und weit weg. Aus sicherer Entfernung haben wir uns das ganze dann angeschaut, doch als wir gemerkt haben, dass die guten Dickhäuter keine Anstalten machten um uns den Weg frei zu geben, beschlossen wir uns den ganzen Weg zurück zu fahren und das andere Gate zu suchen. Denn Zeit zum warten blieb nicht mehr, denn der Nationalpark schloss um 18 Uhr.
Also ging es 30 min zurück, nochmal vorbei ein den Löwen (juhuuuu)
Zurück auf der gepflasterten "Hauptstraße" des Game Reserves ging es dann ab zum anderen Gate. Wir kamen auch gut durch bis.....
Das Auto vor uns stoppte....
Nicht schon wieder!!! Der Nächste Elefant verspäte uns den Weg. Es schien so als wollten sie nicht, dass wir nach Hause fahren. Doch ein Glück zog sich das ganze nur knappe 10 Minuten bis er sich am Straßenrand hinter einen Busch zum Abendessen zurück zog und uns vorbei ließ. Was für ein Abenteuer. Wir genossen dann noch die letzten Sonnenstrahlen des Tages und machten uns auf den zweistündigen Heimweg. Einen Leoparden haben wir leider nicht gesehen. Aber man kann ja auch nicht zwei mal am Tag einen 6 er im Lotto haben ;-)
Als sich das ganze Adrenalin und die Aufregung legte, wurde uns bewusst wie müde wir doch eigentlich waren. 14 h saßen wir im Auto, ( im Park wenigstens bei offenem Fenster und man musste durch das Speedlimit nicht angeschnallt sein) und jetzt noch 2 h Heimweg... Als Abendessen musste dann der drive in bei KFC her halten, der uns mit Essen versorgte, denn außer Snacks und einem Frühstück hatten wir nichts gegessen. Denn vor lauter Tiere haben wir das Mittagessen vergessen.
Trotz Müdigkeit war ich einfach nur so glücklich über diesen Tag. Er hat mir mal wieder gezeigt, dass mein Herz doch hier in Afrika bei den Tieren in der Natur schlägt und das mein Studium die richtige Wahl sein wird.
Ich hoffe euch hat meine kleine Safari gefallen (auch wenn es ein sehr langer Blog wurde). Leider können die Bilder nicht einmal halb so schön zeigen, wie schön das ganze war. Man muss es einfach erleben! Bitte noch bis heute Abend Daumen drücken, denn mit viel Glück wartet vllt morgen schon das nächste Abenteuer auf mich.
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